Alles rund um die Energieberatung und das Energiesparen

Was ist ein Energieausweis für Gebäude?

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Die meisten Autofahrer wissen, wie viel Benzin ihr Fahrzeug verbraucht und auch auf die Effizienzklasse des Kühlschranks oder der Waschmaschine achten die Verbraucher. Zur energetischen Qualität von Wohngebäuden existieren allerdings häufig keine objektiven Angaben. Und das, obwohl ein Großteil des Energiebedarfs in Deutschland für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung in Haushalten aufgewendet wird.

Abhilfe schafft der Energieausweis. Auf einer Farbverlaufsskala (von „grün" bis „rot") zeigt er, wie es um den energetischen Zustand eines Gebäudes bestellt ist, und schlägt Modernisierungsmaßnahmen vor, mit denen man den Energieverbrauch im Gebäude reduzieren kann.

Wer eine Wohnung, ein Haus oder z.B. eine Gewerbeeinheit kaufen, mieten oder pachten möchte, kann verschiedene Immobilien miteinander vergleichen und bekommt mit dem Energieausweis eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfe an die Hand.

Bei Neubauten ist der Energieausweis bereits Bestandteil der Genehmigung und muss nicht nochmals erstellt werden.

Energieausweise für Bestandsgebäude samt möglichen Empfehlungen für Modernisierung – bei Verkauf oder Neuvermietung sind verpflichtend für:

- Wohnbestand erbaut bis 31.12.1965 ab 01. Juli 2008

- Wohnbestand erbaut ab 01.01.1966 ab 01. Januar 2009

- Nichtwohnbestand ab 01. Juli 2009

Öffentliche Energieausweise als Aushang für große Dienstleistungsgebäude mit über 1000 m² Nutzfläche und regem Publikumsverkehr – verpflichtend ab 01.07.2009.

 

Mieter, Käufer und Pächter von Gebäuden oder Wohnungen haben mit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparungsverordnung (EnEV 2007) das Recht, vor Vertragsabschluss einen Energieausweis einzusehen.

Bei bestehenden Vertragsverhältnissen muss kein Energieausweis vorgelegt werden. Wer eine Wohnung bzw. ein Haus mieten oder kaufen möchte, kann also die zu erwartenden Heizkosten zukünftig von Anfang an mit einkalkulieren.

Der Energieausweis dient ausschließlich der Information.

Rechtsansprüche z.B. auf Durchführung einer Modernisierung lassen sich aus dem Energieausweis nicht ableiten.

 

Energieverbrauchsausweis und Energiebedarfsausweis

Für Bestandgebäude – Wohn- wie Nichtwohngebäude können Energieausweise sowohl auf der Grundlage des ingenieurmäßig berechneten Energiebedarfs als auch auf der Grundlage des gemessenen Energieverbrauchs erstellt werden.

Eine Ausnahme gilt für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde.
Hier sind nur Bedarfsausweise zulässig, es sei denn beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wird mind. das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutz-verordnung von 1977 erreicht.

Zudem sieht die Verordnung vor, dass in der Zeit zwischen dem Kabinettsbeschluss zur EnEV vom 25.04.07 und dem 01.10.2008 für alle Gebäude Wahlfreiheit zwischen verbrauchsorientierten und bedarfsorientierten Energieausweisen besteht.

Bei Gebäuden, in denen eine Mischnutzung besteht (Wohnungen/Gewerbe) muss je ein Energieausweis für den Wohngebäudeteil und den Nichtwohngebäudeteil erstellt werden.

 

 

 

Muster Energieausweis für Wohngebäude


Die 3 Phasen der Energiesparberatung

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1. Bestandsaufnahme des Gebäudes und der Anlagentechnik


2. Bearbeitung der Daten anhand der Bestandsaufnahme in Form eines ausführlichen und schriftlichen Beratungsberichts mit Ausarbeitung von Sanierungsmöglichkeiten zur Verbesserung der energetischen Gebäudehülle.

3. Vorstellung und Erläuterung der effektivsten Sanierungsmaßnahmen mit abschließendem Beratungsgespräch.

Die Kosten der Vor-Ort-Beratung


1. Erfassung des Ist-Zustandes der Gebäudehülle, Wände, Fenster, Dach und Kellerdecke sowie der Heizungsanlage Menge an Ihrem Gebäude vor Ort, bzw. aus den ausgehändigten Unterlagen.
2. Berechnung des spezifischen Energieverbrauchs in KW/h nach standardisierten Rahmenbedingungen der derzeit gültigen Wärmeschutzverordnung.3. 2 Vorschläge für die energetische Sanierung des Gebäudes, inklusive C02-Minderungs- und Kostenminderungspotentiale.
4. Erläuterung der Ergebnisse und Übergabe eines Beratungsberichtes für Ihr Gebäude.
Pauschal 500,00


1. Erfassung des Ist-Zustandes der Gebäudehülle, Wände,Fenster, Dach und Kellerdecke sowie der Heizungsanlage an Ihrem Gebäude vor Ort.
2. Berechnung des spezifischen Energieverbrauchs in KW/h nach standardisierten Rahmenbedingungen der derzeit gültigen Wärmeschutzverordnung.
3. 2 Vorschläge für die energetische Sanierung des Gebäudes, inklusive C02-Minderungs- und Kostenminderungspotentiale.
4. Erläuterung der Ergebnisse und Übergabe eines Beratungsberichtes für Ihr Gebäude.
Pauschal 700,00


1. Erfassung des Ist-Zustandes der Gebäudehülle, Wände,Fenster, Dach und Kellerdecke sowie der Heizungsanlage an Ihrem Gebäude vor Ort
2. Berechnung des spezifischen Energieverbrauchs in KW/h nach standardisierten Rahmenbedingungen der derzeit gültigen Wärmeschutzverordnung.
3. 2 Vorschläge für die energetische Sanierung des Gebäudes, inklusive C02-Minderungs- und Kostenminderungspotentiale.4. Erläuterung der Ergebnisse und Übergabe eines
Beratungsberichtes für Ihr Gebäude.
Pauschal 800,00

 

 


Für jede weitere Sanierungsmaßnahme berechnen wir.
Pauschal 110,00

 


- Fördermittelberatung
- Ausstellen KfW-Bescheinigung "Antrag"
- Abgleich der Gewerksrechnungen zum Förderantrag
- Kontrolle der Ausführung, zum Förderantrag, bzw. der entsprechenden Berichtsvariate
- Förderbegleitung der Berichtsvarianten
Pauschal 210,00

 


Einweisung der Gewerke in ihre jeweiligen, nach der gültigen ENEV, bzw. entsprechen der im Beratungsbericht dargestellten Ausführungsrichtlinien.
Pauschal 210,00

 


Ausstellung eines bedarfsorientierten Energieausweises
auf Grundlage der vorstehenden Energieberatung
Pauschal 250,00

 



z. B. bei Einhaltung bzw. Unterschreitung der
Neubau-Werte 10 % bzw. 30 % unter Neubau-Niveau
auf Grundlage der Energieberatung
Pauschal 330,00

 

 


Da eine vernünftige und sparsame Energieverwendung im gesamtgesellschaftlichen Interesse liegt, beteiligt sich der Staat mit einem Festbetrag an den Beratungskosten.
Siehe nächste Seite: Förderungen.


Weitere Informationen unter
www.bafa.de
www.dena.de

Art und Höhe der Förderung

Die Zuwendung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Beratungskosten gewährt. Sie wird an den Energieberater, der auch die Antragstellung übernimmt und für die Abwicklung gegenüber dem BAFA verantwortlich ist, ausgezahlt. Dieser muss sie in voller Höhe im Rahmen der Rechnungsstellung an den Beratungsempfänger weitergeben.

Die Höhe des Zuschusses für eine Vor-Ort-Beratung beträgt 300 Euro für Ein- / Zweifamilienhäuser bzw. 360 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten. Für die Integration von Hinweisen zur Stromeinsparung wird ein zusätzlicher Bonus von 50 Euro gezahlt.
Für die Integration bestimmter zusätzlicher Inhalte in den Vor-Ort-Beratungsbericht ist eine erhöhte Förderung möglich.


Dabei kann zusätzlich entweder eine Förderung für die Integration von Thermografieaufnahmen (Thermografie) oder für die Durchführung einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) bezuschusst werden. Eine Kombination der Förderung von Thermografie und Blower-Door-Test im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung, ist nicht möglich.

Für die zusätzliche Integration thermografischer Untersuchungen wird ein Bonus in Höhe von 25 Euro pro Thermogramm, aber höchstens 100 Euro gewährt. Für die Integration einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) wird ein Bonus in Höhe von 100 Euro gewährt.

Der gesamte Zuschuss (einschließlich der Boni) ist auf 50% der Beratungskosten (brutto) begrenzt.
Für den anzufertigenden Beratungsbericht sind in den Anlagen zur Richtlinie bestimmte Mindestinhalte vorgeschrieben. Bei Nichteinhaltung droht der Verlust der Förderung. Eine Nachbesserung von Berichten / Gutachten ist nicht vorgesehen.

Die Laufzeit des Förderprogramms ist gegenwärtig bis zum 31.12.2014 festgelegt; bis zu diesem Datum können Förderanträge gestellt werden. Über eine Verlängerung des Programms entscheidet der Richtliniengeber rechtzeitig vor Ablauf.
Auf die Gewährung der Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch. Sie steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel.

Weitere Informationen unter:
www.bafa.de
www.kfw.de
www.foerderdatenbank.de

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle www.bafa.de

Kreditanstalt für Wiederaufbau  www.kfw.de

Deutsche Energie- Agentur  www.dena.de

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung  www.bmvbs.de

Energie- Spar- Check  www.energiesparcheck.de

BINE Informationsdienst  www.bine.de

Energie Agentur Ravensburg  www.energieagentur-ravensburg.de

Energie Agentur Nordreinwestfahlen www.energieagentur.nrw.de

Information über Nutzung und Verwendung der Energie  www.thema-ernergie.de

Förderprogramme und Finanzhilfen  www.foerderdatenbank.de

 

pdf-Dateien zum downloaden:

-  Flyer (Bafa) Energiesparberatung Vor-Ort (pdf)

- Flyer BAFA-Aktionsplan-Energieeffizienz (pdf)

-  Formular Beauftragung für einen Energieverbrauchsausweis (pdf)

-  Muster Energieausweis für Wohngebäude (pdf)


Qualifikationen

 * Energieberater für Wohngebäude
   (registriert bei der Bafa)

* Energieberater für Nichtwohngebäude
   nach DIN V 18599

* Fachingenieur für Energieeffizienz

 

Wir bieten

* Energiesparberatung Vor- Ort

* Ausstellung von Energieausweisen

* Möglichkeiten für Fördergelder  
   und Hilfe bei Finanzierungen

* Wege zur energetischen Altbausanierung

* Beratung für Energiekostenreduzierung

* Planung von energieeffizienten Neubauten

* Einsatz erneuerbarer Energien
   z.B. Solarthermie, Pelletkessel

 

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